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Entstehung: Herr
Kardinal Faulhaber, Erzbischof von München und Freising regte 1926 den Bau
unserer Schule an, da im ganzen bayerischen Alpenraum keine einzige weiterführende
Schule für Madchen bestand. Er bat die Armen Schulschwestern, diesem Mangel
abzuhelfen. Ordensleitung und Gemeindeverwaltung Partenkirchen gingen ans Werk.
1929 wurde der Grundstein gelegt und 1930 die Einweihung der Höheren Mädchenschule,
des sogenannten Lyzeums, vorgenommen.
Der Name der Schule: "Zu Ehren der hl. Klara und zu Ehren der seligen Irmengard
von Chiemsee soll dieses Institut errichtet werden", so stand in der
Urkunde, die im Grundstein eingemauert wurde. Am Einweihungstag, dem 30.
August 1930, schrieb der Erzbischof von München und Freising, Kardinal
Faulhaber, in das Gedenkbuch des Hauses: "Möge das neugeweihte Haus -Irmengardis-Institut ist es getauft - sich füllen mit fröhlicher,
lernbegieriger Jugend."
Die selige Irmengard von Chiemsee, wer war sie? Irmengard lebte von 833-866 und war die Tochter König Ludwigs des Deutschen und seiner Gemahlin Hemma. Sie war die Urenkelin Kaiser Karls des Großen. Nachdem sie fürstlich erzogen und ausgebildet war, entschloss sie sich, Benediktinerin auf Frauenchiemsee zu werden. Die Schwestern wählten sie bald zur geistlichen Mutter und Äbtissin. Von ihr steht in einem alten Gebetbuch: "Dies Kloster hast Du sehr wohl regiert, mit Ehre und Habe begabt, sodass Du mit Recht für unsere Stifterin gehalten werden kannst." Am 16. Juli 866 starb sie. Noch heute wird der 16. Juli als Irmengard-Tag gefeiert. Seit dem Jahre 1004 verehrt das Volk die große Äbtissin von Chiemsee als Selige. Doch erst 1928 wurde sie von Papst Pius Xl. offiziell seliggesprochen. 1929 ernannte Kardinal Faulhaber die selige Irmengard zur Patronin der weiblichen Jugend. So lag 1930 der Gedanke sehr nahe, der neuen Mädchenschule in Partenkirchen den Namen St.-Irmengard-Schule zu geben
Bericht aus dem Garmischer-Tagblatt vom 27./28. Oktober 2001
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