Gemeinsam Lösungen finden: UN-Planspiel auf der Zugspitze und im PULS

Gemeinsam Lösungen finden: UN-Planspiel auf der Zugspitze und im PULS
17 Schülerinnen der Oberstufe erlebten bei einem zweitägigen UN-Planspiel auf der Zugspitze und im Jugendzentrum PULS internationale Politik hautnah und entwickelten gemeinsam Lösungen für globale Umweltfragen.

„Mehr denn je leben wir in einer Welt, in der wir die Verantwortung füreinander teilen müssen.“
— Kofi Annan, ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen
Diesem Leitgedanken folgend nahmen 17 Schülerinnen der 11. und 12. Jahrgangsstufe unseres Gymnasiums an einem außergewöhnlichen zweitägigen UN-Planspiel teil. Das Projekt wurde von der Felix Neureuther Stiftung in Kooperation mit der Audi Stiftung für Umwelt und den Vereinten Nationen durchgeführt und bot die Möglichkeit, internationale Politik nicht nur kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben.
Bereits der Veranstaltungsort des ersten Tages machte das Planspiel zu einem besonderen Erlebnis: Auf dem Zugspitzplatt in 2.576 Metern Höhe erhielten die Teilnehmerinnen nach der Begrüßung zunächst eine eindrucksvolle Gletscherführung durch die Bayerische Zugspitzbahn. Die unmittelbare Begegnung mit den Auswirkungen des Klimawandels in der hochalpinen Landschaft verdeutlichte eindrucksvoll die Dringlichkeit globaler Umweltfragen und bildete den idealen Einstieg in die anschließenden Diskussionen und ersten Beratungen der Delegationen.
Am zweiten Veranstaltungstag kamen die Teilnehmerinnen im Jugendzentrum PULS in Garmisch-Partenkirchen zusammen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Bürgermeister Daniel Schimmer stiegen die Delegationen intensiv in die Antragsberatung ein und arbeiteten gemeinsam an einem Resolutionsentwurf, der möglichst von allen vertretenen Staaten mitgetragen werden konnte.
Im Mittelpunkt des UN-Planspiels stand die Simulation internationaler Verhandlungen im Rahmen der Vereinten Nationen. Dabei schlüpften die Schülerinnen in die Rollen von Delegierten verschiedener Staaten und vertraten deren Interessen bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen für globale Umweltprobleme. Nicht das reine Faktenwissen stand im Vordergrund, sondern das Erleben politischer Prozesse: diskutieren, argumentieren, verhandeln, Kompromisse finden und gemeinsam Verantwortung übernehmen – genau wie in den Vereinten Nationen.
Das Planspiel förderte dabei zentrale Kompetenzen, die weit über den Politikunterricht hinaus von Bedeutung sind. Diskursfähigkeit, Perspektivwechsel, Kompromissbereitschaft und das Verständnis für multilaterale Lösungsansätze wurden auf praxisnahe Weise gestärkt. Die Schülerinnen erfuhren, wie anspruchsvoll internationale Zusammenarbeit ist und zugleich, wie unverzichtbar sie für die Bewältigung globaler Herausforderungen bleibt.
Die zwei Tage waren für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung, die politische Bildung mit einem einzigartigen Lernort verband und eindrucksvoll zeigte, wie wichtig konstruktiver Dialog und internationale Zusammenarbeit für unsere Zukunft sind.
Unser herzlicher Dank gilt der Felix Neureuther Stiftung für die Einladung sowie den Kooperationspartnern – der Audi Stiftung für Umwelt, den Vereinten Nationen und der Bayerischen Zugspitzbahn – für die hervorragende Organisation und die Möglichkeit, an diesem besonderen Projekt teilnehmen zu dürfen.

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Gymnasium
Frau Schlau