Gletscher im Wandel: Mitten im Klimawandel auf Deutschlands höchstem Berg

Gletscher im Wandel: Mitten im Klimawandel auf Deutschlands höchstem Berg
Bei einer Gletscherexkursion auf die Zugspitze erfuhren unsere Schülerinnen aus nächster Nähe, wie der Klimawandel die Alpen und einen der letzten Gletscher Deutschlands verändert.
Wie sieht Klimawandel eigentlich in der Realität aus? Unsere Gletscherexkursion mit der Bergschule Vivalpin auf die Zugspitze hat eindrucksvoll gezeigt: Man muss nicht in ferne Regionen reisen, um die Folgen zu sehen.
Am Wandertag machte sich eine Gruppe der St.-Irmengard-Akademie mit Frau Scharpf und Frau Bäcker auf den Weg zur Zugspitze, um den noch verbliebenen Nördlichen Schneeferner, einen der letzten Gletscher Deutschlands, unter fachkundiger Führung zu erkunden. Dabei erfuhren die Schülerinnen, wie Gletscher entstehen, Landschaften formen und warum sie wichtige Klimaarchive sind.
Besonders eindrucksvoll waren Bildvergleiche aus vergangenen Jahrzehnten: Wo früher mächtige Eismassen das Hochgebirge prägten, sind heute große Bereiche eisfrei. Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels wurden dadurch direkt vor Ort sichtbar und greifbar.
Bei der Begehung des Gletschers fiel auf, wie wenig Schnee selbst auf knapp 3.000 Metern Höhe noch vorhanden ist. Offene Eisflächen und deutlich sichtbare Schmelzwasserläufe zeigen, dass der Gletscher derzeit täglich große Mengen seiner Eismasse verliert. Die hohen Temperaturen machen selbst vor den höchsten Gipfeln Deutschlands nicht halt.
Nach einem kurzen Abstecher zum Gipfel ging es wieder talwärts. Auch dabei wurde ein weiterer Aspekt des Alpenraums deutlich: Der starke Besucherandrang zeigt, wie groß die touristische Bedeutung der Zugspitze ist und welche Herausforderungen sich daraus für Natur und Umwelt ergeben.
Die Exkursion machte einmal mehr deutlich: Klimawandel ist keine abstrakte Zukunftsfrage, sondern bereits heute direkt vor unserer Haustür sichtbar.

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Frau Schlau