Flamenco und Flamingos

Vormittags Flamenco und nachmittags Flamingos

Volkstanz, Bootstour, Strandspaziergang, Kochen - Was wie Urlaub klingt, war für 7 Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe der St.-Irmengard-Schule intensives soziales und kulturelles Lernen.

Zusammen mit ihren Lehrkräften Christiane Eichel und Dominik Decker waren sie vom 17.- 23. November auf Korsika. Der Aufenthalt fand im Rahmen von Erasmus+, einem Programm der Europäischen Union zur Förderung der Zusammenarbeit europäischer Schulen statt.

Die Gruppe der Mädchen traf auf 35 gleichaltrige Schülerinnen und Schüler aus Griechenland, Spanien und Korsika.

In Gastfamilien untergebracht lernten sie den Lebensalltag im französischen Ausland kennen, begleiteten ihre Mitschüler in den Unterricht. Kommunizieren in der Fremdsprache, das erste Mal in einer fremden Familie, und das Arbeiten in internationalen Teams - für die Mädchen stellten diese Aufgaben eine große Herausforderung dar.

Über eine Internetplattform hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor bereits kennengelernt und Briefkontakt aufgenommen und konnten sich nun endlich in der realen Welt begegnen.

Das Programm der Woche war dicht: Unter dem Titel "Social & Media" arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Teams an Fotoprojekten, führten gemeinsam Interviews und beschäftigten sich mit Layoutgestaltung. In ihrer Freizeit besichtigten sie Sehenswürdigkeiten der Region, erkundeten das Warenangebot in einem Einkaufszentrum und gestalteten Kunstobjekte aus Strandgut.

Besonders beeindruckte der Ausflug in ein Vogelschutzreservat, in dem Flamingos überwintern. Erasmus+ vermittelt Jugendlichen, was lebensnahes Lernen sein kann und was es bedeutet, kulturelle Grenzen in Europa zu überwinden.

Das Internet kann dabei verbinden. Deshalb beschloss Frau Eichel, Koordinatorin des Programms an den St.-Irmengardschulen, 2018 das Projekt "Social & Media" zu konzipieren. Es gelang ihr, Schulen in Griechenland, Spanien und Korsika für die Zusammenarbeit zu gewinnen. Es ist bereits das dritte Erasmus+-Vorhaben an der Mädchenschule und noch nicht abgeschlossen.

Jugendliche der Partnerschulen werden im März 2020 erwartet, eine weitere Gruppe von Irmengardschülerinnen reist im nächsten Herbst nach Griechenland, eine weitere 2021 nach Spanien.

Wie sehr Europa verbindet, erlebten die Schülerinnen am Abschiedsabend: "Jetzt haben wir gerade mal neue Freunde gefunden, und schon müssen wir wieder heim!"